Messie-Wohnung: Hilfe für Angehörige
Sie sind nicht allein. Einfühlsame Beratung und diskrete Unterstützung – für Sie und Ihre Familie, ohne Vorurteile.
Ein Wort vorab
Das Messie-Syndrom (pathologisches Horten) ist eine ernstzunehmende psychische Belastung – keine Faulheit, kein Charakterfehler. Betroffene verdienen Verständnis und professionelle Hilfe, keine Verurteilung. Als Angehörige stehen Sie vor einer schwierigen Situation, und es ist wichtig, dass auch Sie Unterstützung bekommen.
Als Angehöriger mit Messie-Syndrom umgehen
Wenn ein Elternteil, Partner oder Kind unter dem Messie-Syndrom leidet, ist das für die ganze Familie belastend. Sie sehen, wie Ihr Angehöriger unter der Situation leidet, möchten helfen – aber wissen nicht wie. Oft führt gut gemeinte Kritik zu Konflikten, und die Beziehung leidet.
Das Wichtigste zuerst: Sie können Ihrem Angehörigen nicht die Entscheidung abnehmen. Aber Sie können informiert, einfühlsam und geduldig sein. Und wenn der Zeitpunkt kommt, können Sie die richtigen Schritte einleiten.
Woran erkenne ich das Messie-Syndrom?
Überfüllte Räume
Kaum noch Platz zum Gehen, Stapel von Gegenständen überall
Trennungsschwierigkeiten
Kann sich von nichts trennen, selbst offensichtlichem Müll
Vermeidung von Besuch
Lässt niemanden mehr in die Wohnung, schämt sich
Soziale Isolation
Zieht sich zurück, bricht Kontakte ab
Scham und Geheimhaltung
Versteckt die Situation vor anderen
Emotional belastet
Leidet sichtbar unter der Situation, fühlt sich hilflos
Wichtig: Nicht jede unordentliche Wohnung ist ein Messie-Fall. Das Syndrom geht mit erheblichem Leidensdruck und psychischen Ursachen einher.
Was Sie als Angehöriger tun können
Verstehen statt verurteilen
Informieren Sie sich über das Messie-Syndrom. Verstehen Sie, dass Ihr Angehöriger nicht "einfach aufräumen" kann – es ist eine psychische Belastung mit oft tieferen Ursachen (Trauma, Depression, Zwangsstörung).
Einfühlsam kommunizieren
Vermeiden Sie Vorwürfe und Ultimaten. Sprechen Sie über Ihre Sorgen, nicht über die Unordnung. Fragen Sie, wie es Ihrem Angehörigen geht. Zeigen Sie, dass Sie helfen möchten – nicht kontrollieren.
Professionelle Hilfe empfehlen
Ermutigen Sie Ihren Angehörigen, eine Selbsthilfegruppe oder psychologische Beratung aufzusuchen. Bieten Sie an, bei der Suche zu helfen oder zu begleiten.
Geduld haben
Veränderung braucht Zeit. Es kann Monate oder Jahre dauern, bis Ihr Angehöriger bereit ist, Hilfe anzunehmen. Bleiben Sie geduldig und zeigen Sie weiterhin Unterstützung.
Für sich selbst sorgen
Auch Sie als Angehöriger brauchen Unterstützung. Sprechen Sie mit jemandem über Ihre Belastung. Es gibt auch Selbsthilfegruppen für Angehörige.
Was Sie vermeiden sollten
Bei akuter Gefahr: Wann Handeln notwendig ist
In manchen Situationen ist ein Eingreifen auch ohne vollständige Einwilligung notwendig – nämlich wenn Gesundheit oder Leben gefährdet sind:
In diesen Fällen:
- Kontaktieren Sie das Gesundheitsamt Ihrer Kommune
- Oder den sozialpsychiatrischen Dienst
- Diese können auch ohne Einwilligung eingreifen
- Wir arbeiten in solchen Fällen eng mit Behörden zusammen
Wie wir helfen können
Absolute Diskretion
Neutrale Fahrzeuge, keine Uniformen. Wir arbeiten so, dass Nachbarn nichts mitbekommen.
Einfühlsamer Umgang
Unser Team ist geschult für den sensiblen Umgang mit Betroffenen. Kein Urteilen, nur Helfen.
Einbeziehung Betroffener
Betroffene können auf Wunsch dabei sein und mitentscheiden. Oder auch nicht – ganz wie gewünscht.
Professionelle Ausrüstung
Schutzausrüstung für Schimmel, Ungeziefer und andere gesundheitsgefährdende Bedingungen.
Sorgfältige Sichtung
Wir durchsuchen alles nach Wertgegenständen, Dokumenten und wichtigen Erinnerungsstücken.
Grundreinigung inklusive
Nach der Räumung reinigen wir gründlich – für einen echten Neuanfang.
Wichtige Anlaufstellen
Selbsthilfegruppen Messie
Austausch mit Betroffenen und Angehörigen, gegenseitige Unterstützung
Sozialpsychiatrischer Dienst
Kostenlose Beratung bei den Gesundheitsämtern, Hausbesuche möglich
Psychologische Beratungsstellen
Professionelle Therapie zur Behandlung der Ursachen
Hausarzt
Erster Ansprechpartner für Überweisungen zu Fachärzten oder Therapeuten
Anonyme Beratungstelefone
Erste Orientierung ohne Verpflichtungen
Häufige Fragen von Angehörigen
Wie erkenne ich, ob mein Angehöriger unter dem Messie-Syndrom leidet?
Typische Anzeichen sind: Überfüllte Räume, Schwierigkeiten sich von Gegenständen zu trennen, Vermeidung von Besuch, soziale Isolation und Schamgefühle. Wichtig: Das Messie-Syndrom ist eine ernstzunehmende psychische Belastung, keine Charakterschwäche.
Soll ich meinen Angehörigen zur Entrümpelung zwingen?
Nein, Zwang ist kontraproduktiv. Das Messie-Syndrom hat psychische Ursachen. Betroffene brauchen professionelle Hilfe und Verständnis. Eine Entrümpelung ohne Einwilligung kann die Situation verschlimmern – außer bei akuter Gefahr (z.B. Ungeziefer, Schimmel, Einsturzgefahr).
Wie kann ich meinem Angehörigen am besten helfen?
Zeigen Sie Verständnis ohne zu urteilen. Bieten Sie Unterstützung an, ohne zu drängen. Informieren Sie sich über Selbsthilfegruppen und psychologische Beratungsstellen. Bei Einwilligung: Wählen Sie eine einfühlsame Entrümpelungsfirma, die Erfahrung mit Messie-Situationen hat.
Was tun bei akuter Gefahr (Schimmel, Ungeziefer, Verwahrlosung)?
Bei gesundheitsgefährdenden Zuständen sollten Sie das Gesundheitsamt oder den sozialpsychiatrischen Dienst Ihrer Kommune kontaktieren. Diese können bei akuter Gefahr auch ohne Einwilligung eingreifen. Wir arbeiten in solchen Fällen eng mit den Behörden zusammen.
Wie diskret arbeitet eine Entrümpelungsfirma bei Messie-Wohnungen?
Seriöse Anbieter wie wir nutzen neutrale Fahrzeuge ohne Firmenlogo, tragen keine auffällige Kleidung und arbeiten so, dass Nachbarn möglichst nichts mitbekommen. Alle Informationen werden streng vertraulich behandelt.
Was kostet die Entrümpelung einer Messie-Wohnung?
Die Kosten hängen vom Schweregrad ab: Arbeitsaufwand, Entsorgungsmenge, Sondermüll, Reinigung. Für eine 2-Zimmer-Wohnung mit mittlerem Schweregrad rechnen Sie mit 2.000–5.000 €. Wir erstellen nach diskreter Besichtigung einen verbindlichen Festpreis.
Können Betroffene bei der Entrümpelung dabei sein?
Das entscheiden die Betroffenen selbst. Manche möchten dabei sein und mitentscheiden, was behalten wird. Andere bevorzugen, nicht anwesend zu sein. Wir richten uns ganz nach den individuellen Wünschen und gehen in jedem Fall respektvoll vor.
Welche Anlaufstellen gibt es für Hilfe bei Messie-Syndrom?
Wichtige Anlaufstellen sind: Selbsthilfegruppen (z.B. Messie-Selbsthilfe), Psychologische Beratungsstellen, Sozialpsychiatrischer Dienst der Kommune, Hausarzt (für Überweisung zu Therapeuten). Diese bieten professionelle Unterstützung bei den Ursachen.
Weiterführende Informationen
Messie-Wohnung entrümpeln – Wir sind aktiv in:
Vertrauliches Gespräch – Wir hören zu
Der erste Schritt ist oft der schwerste. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir behandeln alles streng vertraulich und ohne Vorurteile.